Dienstag, 13. Mai 2008

Feierabend

Als ich heute -noch gestärkt vom verlängerten Wochenende- nach Hause kam, hatte ich vor endlich mal wieder all die liegengebliebenen Belege und Akten zu sortieren und abzuheften. Nun eine wirklich spannende Aufgabe... Während ich so in in der Zettelwirtschaft rumfuhrwerkte, kam mir die tolle Idee endlich auch noch den Drucker anzuschließen, obwohl es, seit die Unizeiten mit ihren endlosen Skripten und Präsentationen vorbei sind, kaum mehr etwas zu drucken gibt. Aber der Vollständigkeit halber... Angeschlossen war er ja dann schnell, mein oller Drucker. Nur drucken wollte er nicht. Die Reisen nach Wien und wieder nach Deutschland und wieder nach Wien hatten ihm nicht gut getan, die Ursache war ebenfalls schnell identifiziert: Das Band, welches den Druckekopf hin- und herbewegt war aus der Führung gesprungen. Mit Fummeln und Tricksen ließ sich das Teil nicht mehr in seine angestammte Führung einbringen, seufz. Nach 1,5 Stunden Werkelei war dann aber doch wieder alles an seinem Platz :-) Allerdings stellte ich beim ersten Ausdruck fest, dass die Druckerqualität immer noch genauso beschissen ist, wie vor einem halben Jahr als ich das Teil eingepackt habe.
Ich werde demnächst eine Selbsthilfegruppe gründen "Heimwerkaholics - mit einem Inbus-Schlüssel nahm das Unheil seinen Lauf"...

Mittwoch, 30. April 2008

Underdogfilmfest 10. & 11. Mai 2008

...mit einem tollen Trailer
http://underdogfilmfest.org/2008/news/177/underdogfilmfest-2008-trailer/

Freitag, 28. März 2008

neues von der front

So, nun nach langer Zeit möchte ich doch nun endlich mal wieder ein paar Zeilen in meinem blog notieren: Letzen Samstag war einer dieser Tage, an dem es abends Zeit für eine Runde Tankgirl-Reminiszenz gucken war. Zur Erklärung: Die Tankgirl-Verfilmung ist zwar grottig schlecht -im Gegensatz zu den grandiosen Comics- aber wenn ich -Optimistin-auf-Erden- ein wenig Aufmunterung brauche, dann ist dieser Film mein Allheilmittel. Der Grund war, dass Mr Right sich zwecks Suche nach der großen Liebe vom Acker gemacht hat. *Seufz* diese Suche habe ich an den Nagel gehängt und war ganz glücklich in der Unverbindlichkeit der gegenseitigen Besuche, aber wenn ihm das nicht reicht…wünsche ich ihm viel Glück auf der Suche…

Die letzte Woche war angefüllt mit vielen Erlebnissen: Dem Besuch im Klangtheater des ORF-Sendestudios, wo eine Vorab-Ausstrahlung eines Watzlwawick-Features mit anschließender Podiumsdiskussion stattfand. Das Feature spannte anhand Watzlawicks Kommunikationsaxione (man kann nicht nicht kommunizieren usw.) ein Panorama an Eindrücken von Menschen, die mit Watzlawick in Kontakt gekommen sind, auf. Zum Teil beeindruckend, zum Teil trivial.

Außerdem bin ich der Einladung einer Freundin gefolgt, im Amalienbad an der Aquagymnastik teilzunehmen. Ja, lacht nur! Ich habe auch viel gelacht, eigentlich habe ich 1 ½ Stunden lang gelacht. Es war so absurd mit entweder Handschuhen, die mit froschähnlichen Häuten versehen waren oder der „Nudel“, einer Schaumstoffwurst, im Wasser zu Beatles-Hits rumzuhampeln. Was die Beatles wohl gedacht hätten, wenn sie gewusst hätten, dass ihre Songs mal so verwendet würden!?

Nun denn, soviel zu meinen Freizeitaktivitäten, über die Arbeit gibt es natürlich auch viel zu berichten: Über meine sehr sympathischen Kollegen und Kolleginnen, über das 40jährige Firmenjubiläum, welches drei Tage lang ausgiebig in Stockholm gefeiert wurde, über die lehrreiche Fortbildung in Wiesbaden und die Tage danach im Ruhrgebiet und Rheinland, aber dann würde aus diesem Eintrag noch ein Roman.

Montag, 24. Dezember 2007

Begebenheit

Es begab sich aber zu der Zeit,
da die Bibel ein Bestseller war,
übersetzt in mehr als
zweihundert Sprachen,
dass alle Welt sich fürchtete:
Vor selbstgemachten Katastrophen,
Inflationen, Kriegen, Ideologien,
vor Regenwolken, radioaktiv,
und Raumschiff-Flottillen,
die spurlos verglühn.

Als die Menschenmenge
auf dem Wege war,
ungeheuer sich vermehrend,
hinter sich die
Vernichtungslager der Vergangenheit,
vor sich die
Feueröfen des Fortschritts,
als alle Welt täglich
geschätzt und gewogen wurde,
ob das atomare Gleichgewicht stimmt,
hörte man sagen:
Lasst uns nach Bethlehem gehen.

Arnim Juhre

Samstag, 8. Dezember 2007

die letzten Wochen

Nachdem die Erkenntnis wieder in Langwaden gestrandet zu sein mir auf Dauer nicht schmeckte, buchte ich flugs einen Flug nach Wien und bin nun seit Ende Oktober wieder in schönen Wien. Ich gebe zu, dass der Sommer was die Temperaturen angeht lauschiger war. Dafür durfte ich hier noch die Viennale mitnehmen:
Am ersten November wurde im Gartenbaukino "empires of tin" gezeigt. Ein Film-live-Musik-Projekt mit Aufnahmen aus New York und Wien, der durch den Roman "Der Radetzkymarsch" von Joseph Roth beeinflusst wurde. Nun ja, den Roman kenne ich nicht, die audiovisuelle Darbietung war aber sehr beeindruckend.

Dann habe ich die PersonalAustria, die Personalmesse in Wien mitgenommen, bei der Horx, der Zukunftsforscher Keynote Speaker war. Ein paar spannende Fragen habe ich von seinem Vortrag mitgenommen:

  • Warum darf man nicht über Dinge sprechen, die man nicht versteht?
  • Gibt es heute einen ähnlich großen Irrtum wie die Vorstellung, dass die Welt eine Scheibe ist?
  • Sind dem Unmöglichen keine Grenzen gesetzt?
  • Darf sich Wahrheit alles erlauben?
  • Ist Wahrheit die Erfindung eines Lügners?
  • Warum gibt es so selten fröhliche Wissenschaftler?

(Quelle: http://www.personal-austria.at/content/e556/e1309/e3510/VortragHorx_low_ger.pdf)

Am 11. November war dann David Lynch im Gartenbaukino und hat in einem Publikumsgespräch sich den Fragen seiner Zuschauer gestellt…und fleißig Werbung für transzendentale Meditation gemacht…na ja, so schlimm wie in Köln war’s nicht, allerdings fand ich den Kommentar eines Teilnehmers nach dieser Veranstaltung äußerst erheiternd. „Scheiß Hippie!“ war seine Zusammenfassung dieses Nachmittags.

Beim Heinz-von-Foerster-Kongress vom 16.-18- November in den illustren Festsälen der Hauptuni durfte ich neue Einblicke in die Welt des systemischen Ansatzes gewinnen, wobei leider der Hauptredner von Glasersfeld kurzfristig absagte. Schade, da ist mir wohl eine der letzten Gelegenheiten entgangen, ihn noch mal live zu erleben.

Es gäbe noch viel zu schreiben, aber gleich gibt es Abendessen und ich freue mich auf Binder & Krieglstein heute abend im Ost-Klub…und am Montag geht’s dann ja auch wieder in heimische Gefilde…

Donnerstag, 20. September 2007

Rheinland

So langsam dämmert auch mir, dass ich wieder in Langwaden gestrandet bin: Letzte Woche kam ich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch via Mitfahrzentrale im Elternhaus an, um am nächsten Morgen nach vier Stunden Schlaf auf die „Zukunft Personal“ in der Messe Köln zu starten. Dort habe ich mir dann potentielle Arbeitgeber angesehen, Hochglanzbroschüren und give-aways gesammelt und lauschte einigen Vorträgen. Es war ein etwas surrealistisches Erlebnis so übernächtigt zwischen Hosenanzugträgern und Kostümchenträgerinnen verpeilt durch die Gegend zu laufen.

Das Wochenende habe ich in Siegen verbracht und meine Systemische Grundausbildung abgeschlossen. Toll, jetzt habe ich ein wunderbares Zertifikat in dem noch mal schwarz auf weiß die erworbenen Kompetenzen beschrieben sind. Irgendwie entbehrt ein Zertifikat über „Systemisches Wissen“ nicht einiger Absurdität, da es so ein Beleg einer Trivialisierung des Menschen gleichkommt. Ach, ich liebe Paradoxien!

Diese Woche habe ich nun begonnen ernsthaft in die Bewerbungsoffensive zu gehen und da es bei meinen Eltern ca. 200 Jahre dauern würde bis die Karriereseiten der Unternehmen mit ihren hunderttausend Java-Applets und Grafiken aufgebaut sind, niste ich mich dazu bei unseren Nachbarn ein. Breitbandschnorren, wie mein Bruder es treffend formulierte. Außerdem kann ich dort mit Florian, der für seine Magisterabschlussprüfungen lernt, eine Selbsthilfedyade „Wie rede ich mir Langwaden schön!? Mentale Auswege aus der Leere.“ etablieren.

Zum Glück habe ich allerdings zurzeit Mamas Auto zur Verfügung, da sie mal wieder in Ile-Tudy weilt. Und so kann ich im Zweifelsfall –oder im zweifelfreien Fall, indem ich sehe, dass Langwaden verdammt langweilig ist- die Flucht nach vorne antreten. Wie gestern abend als ich mir in Neuss „Hesse trifft Bach“ eine Hommage an Hermann Hesse zu seinem 130. Geburtstag zu Gemüte geführt habe. Was soll ich sagen, die dort vertretene Altersklasse zwischen 70 und 90 Jahren habe ich nicht ganz so getroffen und die Verabschiedung durch die Leiterin dieses Abends, die wohl bedanken wollte „im kleinen Kreise“ diesen Abend gestalten zu können, wobei „im kleinen Geiste“ herauskam, fand ich doch recht treffend.

Nun ja, Neuss ist halt nicht Wien…obwohl ich mir habe sagen lassen, dass auch dort der Kleingeist einen festen Stand haben soll.

Donnerstag, 30. August 2007

back in vienna

Da bin ich wieder im schönen Wien und noch nicht so richtig angekommen...und muss morgen aus meinem Wohnheimszimmer ausziehen. Dann geht's erstmal für die letzten Tage in Wien in Piers WG und am 11.09. ab in die alte Heimat. Ich bin noch so angefüllt von den Eindrücken dieses Monats des Reisens und muss doch -zumindest für eine Zeit- von Wien Abschied nehmen. Die Stadt ist so schön, entspannt und übersichtlich...das ist mir nach Berlin bewusst geworden. Aber das ist eine andere Geschichte :-)