Freitag, 27. Juli 2007

Sommer in Wien

Und längere Zeit bin ich schon wieder nicht dazu gekommen zu posten. Da es morgen los in den Urlaub an den Plattensee geht, will ich doch vorher mal wieder berichten, was mich in Wien so bewegt: Heiß ist es hier! So habe ich also schon einige Bademöglichkeiten von der Donau, dem Badeschiff bis zum Erholungsgebiet Wienerberg ausgetestet und muss sagen, dass Wien auch bei Badetemperaturen sehenswert ist. Jeder Badeort hat so sein eigenes Klientel: An der Donau ist dieses ziemlich breit gefächert, aber insbesondere Rentner mit Pergament-Tiefenbräune sind dort zu finden, am eher kleinen Pool des Badeschiffes tummeln sich die hippen Wiener und am See des Wienerbergs -Baden verboten *harhar*- teilen sich türkische Großfamilien die Liegewiesen mit Nudisten.
Damit nun der geneigte Leser nicht denkt, ich läge hier nur auf der faulen Haut: Anfang Juli habe ich zwei Wochen lang einen Englisch-Intensiv-Kurs bei Berlitz besucht um meinen eingerosteten Wortschatz aufzubessern. Der Kurs war echt klasse, kein langweiliger Schulunterricht sondern Konversation in Kleingruppen mit wechselnden Lehrern. Grammatik und Vokabular wird dabei immer punktuell vermittelt und direkt im Gespräch geübt. Eine wirklich angenehme, wenn auch durchaus anstrengende Art des Lernens.
Außerdem habe ich eine Fortbildung im ISCT besucht, wo ich einiges über "Beratung ohne Ratschlag" und die Kunst des Fragens gelernt habe. Einerseits konnte man dort die eigenen Fähigkeiten als Coach in den Gruppenübungen erproben, andererseits eigene Themen bearbeiten, wenn man den Coachee gemimt hat.
Und vom 18.- bis 21. Juli hat mein Bruder dann Wien und mich besucht und wurde mit den heißesten Tagen des Sommers empfangen: Spätestens bei 38°C am Freitag ging dann nicht mehr viel, aber den klimatisierten Malls sei dank, wir sind nicht den Hitzetod gestorben. Neben ausgiebigen Siestas (Siesten ?) haben wir natürlich viel von der Stadt gesehen, vom obligatorischen Schönbrunn-Besuch über das naturhistorische Museum bis zum Naschmarkt und auch die Abendgestaltung war, wenn auch sehr geruhsam -bloß nicht zuviel Bewegung bei der Hitze- vielgestaltig: vom Irish-Pub Besuch -kann sehr günstig sein, wenn der Kellner der Betrunkenste im ganzen Laden ist- über Cocktail-Bar -kann auch sehr günstig sein, wenn man pünktlich zur Happy hour kommt, in der es einen Drink umsonst für die Ladies gibt- bis zur chilligen Donaubar mit Hollywood-Schaukeln...hätte der Laden nicht irgendwann dicht gemacht, schaukelten wir noch heute...

Und morgen früh geht es mit dem Bus los nach Keszthely: Leider nicht mit Nina, die aus "familiären Gründen" (hier ist nicht der Ort das auszubreiten) zu Hause bleibt, aber dafür mit Mr. Right, den ich an einem schrecklich-schönen Abend in einem Wiener Club getroffen habe. Schrecklich war der Abend, weil der Club eher einem Griff ins Klo gleich kam, schön weil...na das dürfte ja klar sein, warum. Ich freue mich auf einen Urlaub mit einem Unbekannten.

P.S. Die Masterarbeit ist auch fertig und begutachtet, exzellent!