Montag, 12. März 2007

Alltägliches

Die Postwochenendleere meines Kühlschranks trieb mich heute am frühen Abend aus dem Haus, um noch vor Ladenschluss -hier um 19 Uhr- ein paar Lebensmittel zu kaufen. Während ich die Tigergasse runterschlenderte, streifte mein Blick diesen Laden, eines dieser Geschäfte, deren Schaufenster nichts zum Schauen hergeben, da sie mit Folie verklebt sind und dafür mit neonfarbenen Klebebuchstaben die Ware anpreisen. In diesem Fall ist es "Kabinenerotic". Und ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich heute zuviele Stunden am Rechner an meiner Abschlussarbeit saß oder woran sonst, jedenfalls machte ich mir Gedanken darüber, ob es nicht "cabinerotic" heißen sollte und was eigentlich eine erotische Kabine wohl sei. Oder was man erotisches in so einer Kabine hinter den verklebten Scheiben erleben kann.
Der Einkauf beim Hofer -dem hiesigen Aldi- gestaltete sich unspektakulär bis ich an der Kasse ankam und die Dame meinen Personalausweis sehen wollte. Himmel, dass ich das in meinem Alter noch erleben darf beim Lebensmitteleinkauf, der auch eine Dose Pils und eine Radler enthielt, nach dem Ausweis gefragt zu werden. Mir schoss durch den Kopf, dass ich der Dame vielleicht was über meinen nicht ganz jugendfreien Gedankengang zur Kabinenerotic erzählen könnte, um sie meiner Jugendfreiheit zu überzeugen. Aber ich beließ es beim artigen Vorzeigen meines ich-bin-schon-16-Nachweises.
Fast zurück in der sicheren Wohnung musste ich bei der Fahrt im Aufzug mit einem jungen Herrn, der auf meiner Etage wohnt, nochmal an die Kabinenerotic denken. So rot bin ich, glaube ich, seit Jahren nicht geworden...

Samstag, 3. März 2007

Raus aus dem Bett


Nach vier Tagen im Bett hielt ich es dann am Donnerstag nicht mehr aus: Alle Belletristik war ausgelesen und wer sieht sich eigentlich freiwillig das Fernsehprogramm an? Da werden die Folgen …fehlender Erziehung in der US-amerikanischen Wüste bekämpft, …fehlgeleiteter Ernährung in deutschen Haushalten zu Leibe gerückt und ein Humortherapeut erklärt, warum in einer Wiener Bankfiliale jemand mehrere Geiseln genommen hat. Gähn.

Also sah ich mir im Kino „Pan’s Labyrinth“ an, ein schaurig schöner Märchenfilm, in dem das brutale Szenario des spanischen Bürgerkrieges mit dem einer Fabelwelt verwoben wird. Ich liebe Filme, in denen kleine dunkelhaarige Mädchen die Hauptrolle spielen. Allerdings lehrt dieser Film auch, dass es im Leben auf dieser Welt keine Happy Ends gibt. Nun denn, auf an den Schreibtisch, die Masterarbeit schreibt sich nicht von selbst!